Im Anbau von Pflanzen tut sich was!

The Green Times beleuchtet einige der wichtigsten Entwicklungen für Ihr Unternehmen. Experten aus der Praxis erklären, wie Sie Ihre Anbaupraktiken verbessern können, um Ihr Unternehmen zukunftssicher zu machen.

 

Pflanzen

Entwicklungen

UND

Das amerikanische Time Magazine bezeichnete 2019 als „das Jahr der Klimakrise“. Ergebnis der gesellschaftlichen Debatte über Kunststoff waren Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die sich auch auf den Gartenbau auswirken. So verbieten einige große europäische Einzelhändler die Verwendung von (schwarzen) Kunststofftöpfen, die Kohlenstoff enthalten. Zwei wichtige Lösungsansätze für dieses Problem sind die Einführung kohlenstofffreier Alternativen und die Einrichtung eines geschlossenen Recyclingsystems für Kunststofftöpfe.

Unter dem Einfluss des gesellschaftlichen Drucks haben die Hersteller von Kunststofftöpfen kohlenstofffreie Alternativen entwickelt. So bietet das Handelsunternehmen Van Krimpen kohlenstofffreie Kunststoffprodukte in zwölf Farben an, die das offizielle Cyclos-HTP-Label tragen. Damit werden Produkte gekennzeichnet, die zu 100 % recyclingfähig sind. Die Töpfe bestehen aus recyceltem Post-Consumer-Kunststoff, werden im Recyclingprozess erkannt und verursachen keine Störungen in Sortiersystemen. Ruud van Buggenum vom Unternehmen Van Krimpen sagt: „Kohlenstoffreie Produkte sind derzeit zukunftsweisend. Es ist jedoch vorstellbar, dass wir irgendwann auf Biokunststoffe und kompostierbare Materialien umsteigen werden.“

Van Krimpen und andere Hersteller wie Desch Plantpak sind starke Befürworter einer Kunststoffindustrie für den Gartenbausektor, in der Kunststoff gesammelt, zerkleinert und als Rohstoff wiederverwendet wird. Van Krimpen: „Durch das Sammeln von Kunststoff bei unseren Kunden und Geschäftspartnern verbleibt dieser Rohstoff in unserem eigenen Produktionszyklus. Wir sammeln deren unbenutzte oder aussortierte Kunststoffe und zerkleinern sie. Dies betrifft beispielsweise gebrauchte Pflanztöpfe, Trays, Orchideen-Manschetten, Kunststoffstecker und Clips, aber auch Reste von Topfverpackungen. Da wir wissen, woraus diese Produkte bestehen, müssen wir den Kunststoff nicht zuerst trennen. Dies ermöglicht es uns, Kunststoffe in unserem eigenen geschlossenen Kreislauf effizient zu recyceln.“

Kohlenstofffreie und recycelte Pflanztöpfe

Vor rund drei bis vier Jahren haben wir entschieden, dass diese Arbeitsweise nicht mehr haltbar war, und haben uns zum Kauf eines Automatisierungssystems entschlossen.“ Das Komplettsystem deckt alle Prozesse ab: Produktion und Vermehrung, Vertrieb, Logistik und Finanzen. „Alle Abteilungen sind miteinander vernetzt und alle Kollegen haben Zugriff auf die von ihnen benötigten Informationen wie die Anzahl der Sorten, Bestellungen, Finanzdaten und Erkenntnisse, die wir für eine effiziente Planung benötigen.“

Neben der Automatisierung der Prozesse hat Van Son & Koot auch neue Arbeitsmethoden eingeführt und in seine Mitarbeiter investiert. „Wir haben die Teamleiter in den Bereichen Führungskompetenz, Kommunikation, Teammanagement und Lean Management geschult, um die Effizienz und Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Des Weiteren haben wir das sogenannte „Stand-up-Meeting“ eingeführt, eine tägliche Besprechung von fünf Minuten. Dabei haben alle Mitarbeiter Gelegenheit, sich einzubringen und fühlen sich so stärker involviert. Die Teamleiter können dabei alltägliche Probleme ansprechen.“ Dadurch verbringen diese jetzt auch weniger Zeit in Managementsitzungen.

Erzeuger, die ihre Prozesse mithilfe von Automatisierung optimieren, arbeiten effizienter und produzieren weniger Abfall. Sie werden überrascht sein, wie viel Zeit Sie einsparen und wie viel mehr Spaß Sie an der Arbeit haben, wenn Sie Prozessautomatisierung mit den Prinzipien von „Lean“ und „Scrum“ in der Produktentstehung kombinieren!

The Green Times wollte von Jordy Gijsbrechts vom Ahorn-Züchter Van Son & Koot in Kaatsheuvel wissen, was das Unternehmen tut, um seine Effizienz zu verbessern, damit auch Sie von deren Erfahrungen profitieren.

„Wir sind innerhalb von zwanzig Jahren enorm gewachsen und beschäftigen derzeit 50 Vollzeitkräfte und 70 Saisonarbeiter an 14 Standorten. Dieses schnelle Wachstum machte sich auch in unserer Zentrale hier in Kaatsheuvel bemerkbar, wodurch unsere Planung – das Rückgrat unserer internen Prozesse – immer komplexer wurde. Vor der Automatisierung arbeitete jede Abteilung mit eigenen Excel-Dateien. Wenn das Vermehrungsteam mit der Anzucht von Stecklingen beschäftigt war, wusste der Vertrieb oft nicht, wann die Stecklinge fertig waren und verkauft werden konnten. 


Optimieren und automatisieren Sie Ihre Prozesse 

Wir sammeln deren unbenutzte oder aussortierte Kunststoffe und zerkleinern sie.’’

Alle Abteilungen sind miteinander vernetzt und alle Kollegen haben Zugriff auf die von ihnen benötigten Informationen wie die Anzahl der Sorten, Bestellungen, Finanzdaten und Erkenntnisse, die wir für eine effiziente Planung benötigen.

Gute Mitarbeiter sind rar. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Mitarbeiter wertschätzen. Jordy Gijsbrechts meint: „Dank einer so simplen Maßnahme wie den fünfminütigen Besprechungen fühlen sich alle viel stärker in die täglichen Prozesse eingebunden. Die Teamleiter haben gelernt, proaktiv mit ihren Teammitgliedern zu sprechen und ihnen zuzuhören. Zusätzlich haben wir Interviews zur persönlichen Entwicklung eingeführt. Dazu findet zweimal jährlich ein Gespräch mit jedem Mitarbeiter statt. Darin sprechen wir mit ihnen über ihre persönlichen und beruflichen Ziele und über die Unterstützung, die sie benötigen, um ihre Fähigkeiten optimal einzusetzen. Dies kann beispielsweise eine Managementschulung oder ein Kurs zur Auffrischung von Wissen über Düngemittel sein. All dies sind Beispiele für Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um sicherzustellen, dass sich Mitarbeiter im Unternehmen weiterentwickeln können. Sie ermöglichen es uns, deren Motivation und Engagement positiv zu beeinflussen, damit sie länger produktiv arbeiten können. „Ist das nicht genau das, was wir uns alle wünschen?“


NACH UNTEN BLÄTTERN

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Das amerikanische Time Magazine bezeichnete 2019 als „das Jahr der Klimakrise“. Ergebnis der gesellschaftlichen Debatte über Kunststoff waren Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die sich auch auf den Gartenbau auswirken. So verbieten einige große europäische Einzelhändler die Verwendung von (schwarzen) Kunststofftöpfen, die Kohlenstoff enthalten. Zwei wichtige Lösungsansätze für dieses Problem sind die Einführung kohlenstofffreier Alternativen und die Einrichtung eines geschlossenen Recyclingsystems für Kunststofftöpfe.

Unter dem Einfluss des gesellschaftlichen Drucks haben die Hersteller von Kunststofftöpfen kohlenstofffreie Alternativen entwickelt. So bietet das Handelsunternehmen Van Krimpen kohlenstofffreie Kunststoffprodukte in zwölf Farben an, die das offizielle Cyclos-HTP-Label tragen. Damit werden Produkte gekennzeichnet, die zu 100 % recyclingfähig sind. Die Töpfe bestehen aus recyceltem Post-Consumer-Kunststoff, werden im Recyclingprozess erkannt und verursachen keine Störungen in Sortiersystemen. Ruud van Buggenum vom Unternehmen Van Krimpen sagt: „Kohlenstoffreie Produkte sind derzeit zukunftsweisend. Es ist jedoch vorstellbar, dass wir irgendwann auf Biokunststoffe und kompostierbare Materialien umsteigen werden.“

Van Krimpen und andere Hersteller wie Desch Plantpak sind starke Befürworter einer Kunststoffindustrie für den Gartenbausektor, in der Kunststoff gesammelt, zerkleinert und als Rohstoff wiederverwendet wird. Van Krimpen: „Durch das Sammeln von Kunststoff bei unseren Kunden und Geschäftspartnern verbleibt dieser Rohstoff in unserem eigenen Produktionszyklus. Wir sammeln deren unbenutzte oder aussortierte Kunststoffe und zerkleinern sie. Dies betrifft beispielsweise gebrauchte Pflanztöpfe, Trays, Orchideen-Manschetten, Kunststoffstecker und Clips, aber auch Reste von Topfverpackungen. Da wir wissen, woraus diese Produkte bestehen, müssen wir den Kunststoff nicht zuerst trennen. Dies ermöglicht es uns, Kunststoffe in unserem eigenen geschlossenen Kreislauf effizient zu recyceln.“

Kohlenstofffreie und recycelte Pflanztöpfe

Wir sammeln deren unbenutzte oder aussortierte Kunststoffe und zerkleinern sie.’’

Optimieren und automatisieren Sie Ihre Prozesse 

Erzeuger, die ihre Prozesse mithilfe von Automatisierung optimieren, arbeiten effizienter und produzieren weniger Abfall. Sie werden überrascht sein, wie viel Zeit Sie einsparen und wie viel mehr Spaß Sie an der Arbeit haben, wenn Sie Prozessautomatisierung mit den Prinzipien von „Lean“ und „Scrum“ in der Produktentstehung kombinieren!

The Green Times wollte von Jordy Gijsbrechts vom Ahorn-Züchter Van Son & Koot in Kaatsheuvel wissen, was das Unternehmen tut, um seine Effizienz zu verbessern, damit auch Sie von deren Erfahrungen profitieren.

„Wir sind innerhalb von zwanzig Jahren enorm gewachsen und beschäftigen derzeit 50 Vollzeitkräfte und 70 Saisonarbeiter an 14 Standorten. Dieses schnelle Wachstum machte sich auch in unserer Zentrale hier in Kaatsheuvel bemerkbar, wodurch unsere Planung – das Rückgrat unserer internen Prozesse – immer komplexer wurde. Vor der Automatisierung arbeitete jede Abteilung mit eigenen Excel-Dateien. Wenn das Vermehrungsteam mit der Anzucht von Stecklingen beschäftigt war, wusste der Vertrieb oft nicht, wann die Stecklinge fertig waren und verkauft werden konnten. 


Alle Abteilungen sind miteinander vernetzt und alle Kollegen haben Zugriff auf die von ihnen benötigten Informationen wie die Anzahl der Sorten, Bestellungen, Finanzdaten und Erkenntnisse, die wir für eine effiziente Planung benötigen.

Vor rund drei bis vier Jahren haben wir entschieden, dass diese Arbeitsweise nicht mehr haltbar war, und haben uns zum Kauf eines Automatisierungssystems entschlossen.“ Das Komplettsystem deckt alle Prozesse ab: Produktion und Vermehrung, Vertrieb, Logistik und Finanzen. „Alle Abteilungen sind miteinander vernetzt und alle Kollegen haben Zugriff auf die von ihnen benötigten Informationen wie die Anzahl der Sorten, Bestellungen, Finanzdaten und Erkenntnisse, die wir für eine effiziente Planung benötigen.“

Neben der Automatisierung der Prozesse hat Van Son & Koot auch neue Arbeitsmethoden eingeführt und in seine Mitarbeiter investiert. „Wir haben die Teamleiter in den Bereichen Führungskompetenz, Kommunikation, Teammanagement und Lean Management geschult, um die Effizienz und Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Des Weiteren haben wir das sogenannte „Stand-up-Meeting“ eingeführt, eine tägliche Besprechung von fünf Minuten. Dabei haben alle Mitarbeiter Gelegenheit, sich einzubringen und fühlen sich so stärker involviert. Die Teamleiter können dabei alltägliche Probleme ansprechen.“ Dadurch verbringen diese jetzt auch weniger Zeit in Managementsitzungen.

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